

Während der Kursphase konnte das Geographie-Leistungsfach sein Wissen durch mehrere Exkursionen außerhalb des Klassenzimmers erweitern. Vier Exkursionen boten spannende Einblicke in aktuelle geographische Themen und ermöglichten es, theoretische Unterrichtsinhalte mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.
Zu Beginn besuchten die Schülerinnen und Schüler einen Vortrag der Geographischen Gesellschaft München an der LMU. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung peripherer Räume in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass ländliche Regionen vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen, gleichzeitig aber auch neue Chancen durch Digitalisierung, Tourismus oder erneuerbare Energien erhalten. Der Vortrag vermittelte einen interessanten Einblick in aktuelle geographische Forschungsfragen.
Im Rahmen einer stadtgeographischen Exkursion wurde das neue Münchner Stadtquartier Freiham erkundet. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie nachhaltige Stadtentwicklung praktisch umgesetzt wird. Besonders im Fokus standen die Planung von Wohnraum, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Schaffung von Grünflächen. Freiham zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten Bayerns und soll künftig vielen tausend Menschen ein Zuhause bieten.
Eine weitere Exkursion führte zum Brechries bei Bad Feilnbach. Dort beschäftigte sich der Kurs mit den naturräumlichen Besonderheiten des Alpenvorlandes. Ein Schwerpunkt lag auf Hangrutschungen im Flysch, einer wechselnden Abfolge aus sandigen und tonigen Gesteinen, die besonders anfällig für Rutschungsprozesse ist. Anhand der Reliefverhältnisse konnte untersucht werden, wie sich die geringe Standfestigkeit des Untergrunds, hohe Niederschläge und die Hangneigung gegenseitig verstärken. Solche Massenbewegungen prägen die Landschaft des bayerischen Alpenvorlandes maßgeblich und stellen zugleich eine wichtige naturgeographische Gefährdung dar.
Den Abschluss bildete der Besuch des Geothermiekraftwerks Pullach im Isartal. Vor Ort erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Nutzung von Erdwärme als erneuerbare Energiequelle. Die Region südlich von München bietet aufgrund ihrer geologischen Voraussetzungen besonders gute Bedingungen für die Geothermie und gilt als eine der bedeutendsten Geothermieregionen Europas.
Die Exkursionen zeigten eindrucksvoll die Vielfalt geographischer Themen – von Regionalentwicklung über Stadtplanung bis hin zu Naturraumforschung und Energiewende – und ergänzten den Unterricht auf anschauliche und praxisnahe Weise.
