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Skiwoche am Arlberg – Ausbildung zum Skilehrer Level 1

Der Beginn unserer Skiwoche startete früh am Montagmorgen. Um 6:30 Uhr trafen wir uns gemeinsam mit Herrn Ruderer und Herrn Trautner an der Bushaltestelle vor der Schule. Unsere Skier waren verladen, die Rucksäcke gepackt – auch wenn wir noch müde waren, überwog die Vorfreude auf die bevorstehende besondere Woche. Unser Ziel war der Arlberg in St. Anton, wo wir die Ausbildung zum Skilehrer Level 1 absolvieren wollten.

Nach einer Fahrt durch die beeindruckende winterliche Berglandschaft erreichten wir schließlich unser Ziel. Im Hotel Pezina angekommen, bezogen wir kurz unsere Zimmer, bevor es direkt auf die Piste ging. Zu Beginn erhielten wir eine Einführung in die Anforderungen der anstehenden Prüfung. Herr Trautner demonstrierte uns eine beispielhafte Lehrprobe, bei der wir beobachten konnten, wie Unterrichtsinhalte strukturiert und anschaulich vermittelt werden. Im Laufe der Woche sollten wir selbst solche Lehrproben vorbereiten und durchführen.

Neben der Vermittlung von Lehrmethoden stand vor allem die Verbesserung unseres eigenen Fahrkönnens im Mittelpunkt. Auf den Pisten übten wir grundlegende Bewegungsabläufe und arbeiteten gezielt an unserer Technik. Zur Mittagszeit kehrten wir bei strahlendem Kaiserwetter in eine Hütte ein, bevor wir den Skitag fortsetzten. Am Abend kehrten wir erschöpft, aber zufrieden ins Hotel zurück.

Der zweite Tag begann ebenfalls früh und ruhig im Tal. Nach der Auffahrt mit der Gondel sammelten wir uns am Berg und setzten unser Training fort. Im Fokus stand weiterhin die Vorbereitung auf den Skilehrer Level 1. Neben freien Abfahrten arbeiteten wir intensiv an verschiedenen Übungen und erhielten immer wieder wertvolle Rückmeldungen unserer Lehrer. Trotz zunehmend schwerer Beine ließ die Motivation nicht nach. Am späten Nachmittag kehrten wir erschöpft, aber mit vielen neuen Erkenntnissen ins Tal zurück.

Am dritten Tag erwarteten uns anspruchsvollere Bedingungen. Bei kaltem und zunehmend schlechter werdendem Wetter ließen wir uns nicht entmutigen und setzten unser Training fort. Neben der Verbesserung unseres Eigenkönnens hielten wir weitere Lehrproben. Am Nachmittag verschlechterte sich die Sicht jedoch stark, sodass wir versehentlich auf eine Skiroute gerieten. Diese Situation meisterten wir gemeinsam und werteten sie im Nachhinein als wichtige Erfahrung – auch im Hinblick auf mögliche Herausforderungen im späteren Unterricht. Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen verlegten wir die letzten Lehrproben ins Tal, wo wir den Tag schließlich ausklingen ließen.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Prüfungsvorbereitung. Nach intensiven Trainingstagen diente dieser Tag als Generalprobe. Die letzten Lehrproben wurden durchgeführt, und jeder Schüler absolvierte eine Probefahrt. Dabei mussten sowohl Kurzschwünge als auch weite, kontrollierte Schwünge (M- und S-Radien) sicher gezeigt werden. Ziel war es, die erlernten Techniken zu festigen und letzte Unsicherheiten zu klären. Die Anspannung stieg, doch gleichzeitig fühlten wir uns gut vorbereitet.

Am Freitag war die Nervosität deutlich spürbar. Beim Frühstück wurde bereits klar, wie wichtig dieser Tag für uns alle war. Gegen 10 Uhr begann der praktische Teil der Prüfung. Besonders herausfordernd war, dass die Prüfungsfahrten nicht auf einer einfachen, sondern auf einer anspruchsvollen schwarzen Piste stattfanden. Dies erforderte ein hohes Maß an Kontrolle, Technik und Konzentration.

Im Anschluss wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: Während eine Gruppe ihre Lehrprobe absolvierte, konnte sich die andere kurz erholen. Anschließend wurde gewechselt, sodass jeder sowohl die praktische als auch die pädagogische Prüfung durchlief. Nachdem alle Prüfungen abgeschlossen waren, kehrten wir ins Hotel zurück, packten unsere Koffer und bereiteten uns auf die Heimreise vor.

Am Nachmittag folgte schließlich der entscheidende Moment: die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Die Anspannung löste sich – bei einigen in große Freude, bei anderen in Enttäuschung. Unabhängig vom Ergebnis war diese Woche für uns alle eine wertvolle und unvergessliche Erfahrung, die uns sportlich und persönlich weitergebracht hat.

Emma Hengst, Annika Lenz, Carl Rathgeber, Emil Vogt (Q12)